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Internationaler Warenverkehr: Made in Germany boomt

Auslandsaufträge stützen die deutsche Industrie

In den vergangenen Jahren wurde in Deutschland regelmäßig vom „Konjunkturmotor Export“ gesprochen. Dieser Slogan gilt – trotz des Corona-Pandemie bedingten Rückgangs der deutschen Warenausfuhren in 2020 – mehr denn je. So gelang der deutschen Exportwirtschaft ein überraschend guter Jahresstart 2021.

 

Nach Angaben des statistischen Bundesamtes stiegen die deutschen Exporte – kalender- und saisonbereinigt – um 1,4 Prozent. Insgesamt wurden im Januar 2021 Waren im Wert von 98,1 Milliarden Euro aus Deutschland ausgeführt. Dies ist im Vergleich mit den Werten von Januar 2020 ein Rückgang von etwa 8 Prozent. Experten waren jedoch von weit höheren Rückgängen infolge der Corona-Krise ausgegangen. Ohne den großen Einbruch des Außenhandels mit Großbritannien als Folge des Endes der Brexit-Übergangsphase wäre das deutsche Exportergebnis sogar noch besser ausgefallen. Denn die Exporte nach Großbritannien sanken im Januar um 29 Prozent gegenüber Januar 2020. Dabei wird die Bedeutung Asiens, besonders Chinas, als wichtiger Handelspartner Deutschlands immer größer. Hieran zeigt sich, welche enorme Wichtigkeit die deutsche produzierende und verarbeitende Industrie als Pfeiler des Aufschwungs in Deutschland hat. 

 

Rechtliche Rahmenbedingungen

Beim internationalen Handelsverkehr sind vor allem die rechtlichen Rahmenbedingungen im Auge zu behalten. So bedarf es grundlegender Kenntnisse und Erfahrungen im internationalen Handelsrecht und Liefervertragsrecht.

 

Dieses wird von den Gepflogenheiten und Eigenheiten des anglo-amerikanischen Rechts sowie den Regelungen des UN-Kaufrechts (CISG) dominiert. Ergänzend finden je nach Einzelfall die unterschiedlichsten Regelungen der jeweiligen nationalen Rechtsordnungen Anwendung. 

 

Diese Rechtsregeln des internationalen Liefervertragsrechts unterscheiden sich teilweise erheblich von denen der deutschen Rechtsordnung, was in der Praxis erhebliche Folgen haben kann. Ein Beispiel ist die wirksame Einbeziehung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Die außerhalb des deutschen Rechtskreises übliche und ebenso im UN-Kaufrecht geltende strikte Mängelhaftung des Lieferanten ist ein weiteres Beispiel. Diese setzt – anders als im deutschen Rechtskreis – kein Verschulden voraus. Aus deutscher Sicht überraschend ist auch das Erfordernis einer Gegenleistung (sog. Consideration) im anglo-amerikanischen Recht, die u.a. Voraussetzung für die Einklagbarkeit von Verträgen ist. Eine solche Consideration ist insbesondere auch bei nachträglichen Vertragsänderungen - dann als „fresh consideration“ bezeichnet - erforderlich. 


 

Rechtliche Expertise im internationalen Lieferverkehr

Bereits diese Beispiele zeigen die Komplexität und die weite Verzweigung dieser Materie. Deshalb ist es von erheblicher Bedeutung, sich auf diesem Gebiet von einem kompetenten und erfahrenen Spezialisten juristisch beraten und begleiten zu lassen.

 

In diesem Fachbereich steht Ihnen LEGACON Rechtsberatung als professioneller und erfahrener Partner gerne zur Verfügung.